Rezension (Rezensionsexemplar): Palace of Silk von C.E.Bernard

Infos:

Titel: Palace of Silk

Autorin: C.E. Bernard

Verlag: Penhaligon

Erscheinungsdatum: 29.05.2018

ISBN: 978-3-7645-3197-3

Cover © penhaligon Verlag

Meine Meinung:

Diese Buchreihe ist wirklich einzigartig und hat mich verzaubert!

Der Schreibstil von C.E. Bernard ist auch in diesem Buch (Band 2) wundervoll flüssig und fesselnd.

In diesem Buch betritt man als LeserIn wieder eine ganz neue „Welt“: Paris. Es ist so anders als London, auch anders als unsere (reale) Welt und doch zeigen sich auch hin und wieder Parallelen zum „echten“ Paris auf.

Diese französische Stadt ist so viel bunter, so viel freier als London und doch kann auch hier Rea nicht vollkommen sein, wer sie nun mal ist.

Die Personen

Ich persönlich bin ein großer Fan von Blanc, dem Weißen Ritter. Er ist so sympathisch, vertrauenswürdig und stark. Ich finde es einfach nur super, dass Blanc, René und der Comte in diesem Buch eine noch wichtigere Rolle spielen und man so auch ihre Charaktereigenschaften sowie die Beziehungen zwischen ihnen und anderen Buchfiguren besser kennenlernt.

Im Gegensatz dazu mochte ich Reas Bruder Liam während des Lesens immer weniger. Er handelt so unüberlegt. Ist ein richtiger Freigeist und das hat mich manchmal etwas genervt. Ja, sein Handeln passt zu seinem Charakter und das respektiere ich auch und würde es auch nicht ändern wollen, aber er war mir schlichtweg ein wenig unsympathisch. Das finde ich aber nicht einmal so schlecht, denn ich mag das eh nicht besonders, wenn fast alle Charaktere in einem Buch sup er toll und sympathisch sind, denn das wirkt mir dann zu unrealistisch.

Ninon ist eine tolle Freundin für Rea, die ist klug, stark, verständnisvoll. Und immer wenn ich dachte, dass sie mir fast ein wenig zu perfekt ist, zeigte auch sie mal Schwächen. Das hat mir echt gut gefallen.

In diesem Buch lernen wir als LeserInnen natürlich auch neue Charaktere kennen, nämlich unter anderem den Roi (König von Frankreich), sowie seine Geliebte Madame Hiver. Ich will auf die beiden nicht zu genau eingehen, da das zu viel spoilern würde, aber so viel sei gesagt: beide sind sehr eigene und interessante Persönlichkeiten und zumindest eine Person von den beiden bringt viel Schwung in die Geschichte.

Und natürlich durfte ein gewisser Prinz auch nicht fehlen.

Spannung und Ablauf

Auch in Band 2 konnte mich C.E. Bernard mit ihrer Erzählweise begeistern. Es gab wieder prickelnde Szenen, spannende Intrigen und eine Frage war in meinem Kopf während des Lesens fast durchgehend präsent: Wem kann Rea bloß trauen und wer spielt ein falsches Spiel?

Fazit

Im ersten Band war ich begeistert von Bernards Ideenreichtum und auch im zweiten Band wurde ich nicht enttäuscht. Als Leser lernt man eine neue Stadt mit anderen Sitten und neuen Charakteren kennen, während man ständig mit Rea mitfiebert, die sich scheinbar nirgends zu sicher fühlen darf.

„Palace of Silk“ hat mir einige tolle Lesestunden bereitet und ich kann das Buch an Fantasy (und Romantasy)-Fans nur weiterempfehlen!

Vielen Dank an den penhaligon Verlag für das Rezensionsexemplar. Die Tatsache, dass ich dieses Buch als eBook-Rezensionsexemplar erhalten habe, hat meine heir widergegebene Meinung in keiner Weise beeinflusst.

Rezension (Rezensionsexemplar): “Palace of Glass – Die Wächterin” von C. E. Bernard

Infos

Titel: Palace of Glass – Die Wächterin
Autorin: C. E. Bernard
Reihe: Palace-Saga (1)
Verlag: penhaligon
Seitenanzahl: 416 Seiten (Paperback)
ISBN: 978-3-7645-3195-9

Palace of Glass -Die Waechterin von C E Bernard

©Cover penhaligon Verlag

Klappentext

„Furchtlos und unantastbar – die hinreißende Trilogie für alle Fans von Sarah J. Maas, Kiera Cass und Erin Watt.

Stellen Sie sich vor…

London wäre ein Ort, an dem Tugend und Angst regieren. Ein hartes Gesetz untersagt den Menschen, die Haut eines anderen zu berühren. Denn die Bevölkerung und insbesondere das Königshaus fürchten die Gefahr, die von den sogenannten Magdalenen ausgeht – Menschen, deren Gabe es ist, die Gedanken anderer durch Berührung zu manipulieren. Die junge Rea zeigt so wenig Haut wie möglich. Einzig während illegaler Faustkämpfe streift sie ihre Handschuhe ab. Doch wie kommt es, dass die zierliche Kämpferin ihre körperlich überlegenen Gegner stets besiegt? Und warum entführt sie der britische Geheimdienst? Bald erfährt Rea, dass sie das Leben des Kronprinzen beschützen muss. Doch am Hof ahnt niemand, dass sie selbst sein größter Feind ist.

Eine Kämpferin, die eine verbotene Gabe besitzt. Ein Prinz, dessen Leben auf dem Spiel steht. Ein gläserner Palast, in dem eine tödliche Intrige gesponnen wird.
Diese hinreißende Trilogie werden die Fans von Sarah J. Maas, Kiera Cass und Erin Watt lieben.
Alle drei Bände im Zwei-Monats-Takt.“
(Quelle: thalia.at)

Meine Meinung

Ich habe das Buch bei so vielen Blogger-Kollegen und -Kolleginnen gesehen, doch irgendwie dachte ich mir vom Cover her, dass das Buch nichts für mich ist. Damals wusste ich aber noch nicht worum es in der Geschichte geht. Irgendwann wurde ich dann doch mal neugierig und habe mir den Klappentext durchgelesen und der hat mich sofort noch viel, viel neugieriger gemacht. Und dann spielen da diese Menschen eine Rolle, die meinen Vornamen tragen und schon saß ich da und habe die Leseprobe gelesen. Und dann war die Leseprobe einfach aus und ich wollte unbedingt weiterlesen. Als ich dann das eBook vom Verlag über das Random House-Bloggerportal als Rezensionsexemplar erhalten habe, war die Freude groß.

Das Setting

Noch nie habe ich eine Geschichte gelesen, die in einem ähnlichen Setting spielt wie „Palace of Glass – Die Wächterin“. Die Geschichte spielt zwar in London, doch in der Zukunft, wobei sich die Menschen eher rückschrittlich kleiden und auch verhalten. Es gibt eine Monarchie und wegen der Magdalenen, die über Kontakt deine Gedanken lesen oder manipulieren können, wurde jeglicher Hautkontakt vom König strengstens untersagt. Die Leute in London müssen ganz spezielle Kleidung tragen, die einen hohen Kragen, Handschuhe (sog. Gladiès) und Kummerbünde, in denen sie ihre Hände auf dem Rücken halten. Doch das ist nicht überall so, in Paris beispielsweise ist das Leben viel leichter und die Gesetze bezüglich Berührungen sind weniger streng. Als Magdalena darf man in London aber niemals entdeckt werden, sonst landet man in einer furchtbaren Anstalt oder man wird sogar zum Tode verurteilt. Diese Geschichte ist so neu und ich fand das alles total faszinierend. Ich finde, dass das Buch alleine wegen dieses Settings schon lesenswert ist, auch wenn ich anfangs hin und wieder Probleme hatte, mir das alles auch bildlich vorstellen zu können. Doch nach und nach bekommt man ein Gefühl dafür und die Autorin erklärt die ganze Hierarchie, die strengen Gesetze und den Alltag der Protagonistin Rea grundsätzlich auch sehr detailreich. Mein Hirn hatte nur teils kleine Probleme, das alles auf einmal zu verarbeiten.

Die Personen

Rea fand ich von Anfang an sympathisch, auch wenn sie manchmal doch noch sehr kindlich auf mich wirkte, während sie im nächsten Moment wieder sehr logisch und überlegt handelte und gleich wieder älter und erfahrener wirkte.

Den Prinzen mochte ich leider nicht so wirklich. Anfangs dachte ich, der entwickelt sich schon noch, aber irgendwie fand ich sein Verhalten teils etwas nervig. Auch war er mal ein richtiger Vorzeige-Kronprinz, im nächsten Moment war er einfach menschlich und ein guter Freund und nur wenig später hat er sich wieder verhalten wie ein verzogenes, verwöhntes Kind. Doch irgendwie hat das dann doch auch wieder zur Geschichte gepasst. Deshalb hat es mich im Großen und Ganzen nicht allzu sehr gestört, aber zu meinen Lieblingen gehört er trotzdem nicht.

Denn mein Herz schlägt für den Weißen Ritter. Blanc ist ein starker Kämpfer und hat doch das Herz am richtigen Fleck. Hin und wieder wird man nicht ganz schlau aus ihm und dann hat er auf mich immer etwas geheimnisvoll gewirkt, was ich sehr mochte. Er ist der Einzige in diesem Buch dem ich neben Rea und deren Bruder Liam wirklich über den Weg getraut habe.

Aus Ninon wurde ich hingegen nicht so richtig schlau…
!SPOILER-GEFAHR!

Und ehrlich gesagt ging mir ihre Entwicklung, was ihr Verhalten Rea gegenüber betrifft, etwas zu schnell. Anfangs hat es auf mich so gewirkt, als würde Rea Ninon absolut nicht ausstehen können und das war für mich auch verständlich, und dann war Ninon auf einmal ihre Vertraute, die alles Böse von ihr abwenden möchte.

!SPOILER-ENDE!
Zwar finde ich es gut, dass Ninon als vielschichtige Persönlichkeit präsentiert wurde, denn das macht sie menschlicher und greifbarer, aber ihre Entwicklung verlief für mich einfach ein bisschen zu sprunghaft.

Der Spannungsverlauf

Anfangs wird man zwar in die Geschichte eingeführt und erhält so einige Erklärungen, wie die ganze Gesellschaft funktioniert und was es mit den Magdalenen auf sich hat, doch es ist auch gleich zu Beginn spannend, da man nicht weiß, wer der Unbekannte ist, der Rea zu verfolgen scheint. Ich habe richtig mit ihr mitgefiebert, denn ich wollte endlich herausfinden, wer das ist und was er vorhat. Generell zeigt sich dieses Muster im ganzen Buch: es ist nicht „spannungsüberladen“ (was Actionszenen oder ähnliches betrifft) und doch wollte ich es nie aus den Händen legen, da ständig irgendwelche Geheimnisse oder Hintergründe aufgedeckt werden sollten und man sich bei manchen Personen einfach nicht sicher sein konnte, ob Rea ihnen vertrauen kann oder nicht. Ich habe das Buch, obwohl ich nicht viel Zeit zum lesen hatte, in wenigen Tagen verschlungen und bin schon sehr gespannt auf Band 2 mit dem Titel „Palace of Silk – Die Verräterin“, welcher am 29.05.2018 erscheint!

Fazit

Auch wenn man meiner Meinung nach ein paar Personen und deren Entwicklung noch etwas besser ausarbeiten können hätte und ich mir anfangs etwas schwer getan habe, mir diese so fremdartige Gesellschaft und deren spezielle Kleidung vorzustellen, hat mich die Geschichte von Rea von Anfang an gepackt. Ich hätte das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand gelegt und freue mich nun schon sehr auf den nächsten Band der Palace-Saga! Trotz kleiner Schwächen gehört „Palace of Glass“ von C. E. Bernard – besonders wegen des tollen Settings – zu meinen bisherigen Jahreshighlights!

Dieses Buch bekommt von mir 4,5 von 5 möglichen Sternen!

Vielen Dank an den penhaligon Verlag für dieses Rezensionsexemplar. Die Tatsache, dass ich dieses Buch als Rezensionsexemplar erhalten habe, hat meine hier wiedergegebene Meinung in keinster Weise beeinflusst.

Rezension (Rezensionsexemplar): “Und dafür hab ich mir die Beine rasiert?: Die ganze Wahrheit über Liebe, Sex und die Suche nach dem großen Glück” von Charlotte Caspa

Infos

Autorin: Charlotte Caspa

Verlag: Rowohlt Taschenbuch

Seitenanzahl: 256 Seiten

ISBN: 978-3-499-63303-4

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©Cover Rowohlt Verlag

Klappentext

„Garantiert keine Fake News: die kuriosesten Forschungsergebnisse zu allen Lebenslagen.
Denken Sie auch manchmal, dass alle Ihre Facebook-Freunde, überhaupt alle anderen, ein aufregenderes Leben führen? Das ist nur gefühlt so, versprochen. Die Wahrheit ist: Die meisten hassen ihren Job und freuen sich morgens schon aufs Zubettgehen. Frauen führen Beziehungen nur aus Gewohnheit, und Männer tragen ihre Unterhose bis zu einer Woche. Wir treffen im Leben zwölf Mörder, und 90 Prozent der Hände, die wir schütteln, werden auch zur Masturbation benutzt. Weil das aber niemand postet, finden Sie diese Infos hier. Die gute Nachricht: Die harten Fakten können bisweilen ganz schön komisch sein.“

(Quelle: thalia.at)

Meine Meinung

Ich wollte dieses Buch von dem Augenblick weg unbedingt lesen, in dem ich den Titel gelesen habe. Es schien mir etwas ganze Neues, Freches und doch auch Ehrliches zu sein. Ich habe das Buch immer wieder zwischendurch gelesen und war dann innerhalb von zwei Tagen durch.

Jedoch sollte gleich zu Beginn gesagt werden: Der Titel klingt zwar locker lustig, der Inhalt des Buches ist jedoch die blanke Wahrheit, nichts wirf hier schöngeredet. Und wie die meisten von uns ja wissen, ist das Leben kein Ponyhof und so sind auch diese Fakten nichts für Menschen, die mit schwarzem Humor nichts anfangen können, oder sich schwer tun, über sich selbst zu lachen. Ja, manche Fakten in diesem Buch sind deprimierend, deshalb finde ich es wichtig, dass man sich während des Lesens dieses Buches immer wieder vor Augen führt, dass sich jetzt trotzdem nichts ändert, auch wenn man jetzt Dinge weiß, die man vorher nicht wusste und die einen vielleicht bedrücken. Deshalb wird die Welt objektiv betrachtet auch nicht einfach schlechter. Das spricht die Autorin auch im Nachwort an, was ich sehr gut gefunden habe. Deshalb mein Tipp: Wenn Sie dieses Buch lesen, dann lesen Sie bitte auch das Vor- und das Nachwort, denn es bereitet einen einerseits auf de Fakten vor und andererseits hilft das Nachwort dabei, das alles noch einmal kurz zu reflektieren.

Einige der Fakten habe ich vor allem durch den Psychologie und Philosophie-Unterricht früher an der Schule oder aber durch mein Biologie-Studium bereits gekannt, doch manches war auch völlig neu für mich. Toll finde ich an diesem Buch, dass direkt unter jeder Aussage die Quelle vermerkt ist, sei es eine Organisation wie die WHO, ein wissenschaftlicher Artikel oder eine Durex-Studie. Jedenfalls kann man so, wenn man Genaueres zu diesem Fakt wissen will oder nach Hintergrundwissen strebt, noch einmal selber nachlesen.

Ein klitzekleiner Kritikpunkt bezüglich der Quellen wäre hierbei, dass ich mir bei manchen Studien nicht sicher bin, wie objektiv diese durchgeführt wurden und wie sehr man sich so auf das Ergebnis verlassen kann. Aber es geht hier eigentlich vorrangig darum unterhalten zu werden und nicht einen wissenschaftlich korrekten Artikel für ein hochklassiges Magazin zu schreiben, also ist das ja nicht so schlimm.

Die Gestaltung und der Aufbau dieses Buches haben mir besonders gut gefallen: Die Fakten fangen immer mit einer fettgedruckten Überschrift bzw. kurzen Zusammenfassung an, dann wird dieser Satz meist noch kurz genauer erklärt. Darunter ist dann die Quelle zu finden. Es folgt ein kleiner Abstand und es geht mit dem nächsten Fakt weiter. Insgesamt ist das Buch in 11 Kapitel (ohne Vor- und Nachwort) gegliedert, in denen es jeweils beispielsweise um Falten über Männer oder Frauen oder aber auch um den Job geht. Am schwersten verdaulich fand ich hierbei die Kapitel über Beziehungen, Glück und das Leben im Allgemeinen, ich bin aber – ohne jetzt arrogant wirken zu wollen – eine relativ selbstsichere junge Frau, die auch einen etwas derben Humor hat, deshalb hab ich zwar beim Lesen hin und wieder ein wenig Schlucken müssen, im Nachhinein habe ich mich aber nicht schlechter gefühlt oder so etwas und im Großen und Ganzen hat mich, als wissbegieriger Mensch, dieses Buch doch auch ziemlich gut unterhalten.

Fazit

Dieses Fakten-Buch hat mir sehr gut gefallen, sowohl was den Inhalt, als auch die Gestaltung betrifft. Jedoch würde ich unsicheren oder oft zweifelnden Menschen von diesem Buch abraten, denn nicht jeder verträgt diese teils doch ziemlich finsteren Fakten und man sollte sich selbst das Leben ja nicht schwerer machen, als es manchmal nun mal ist.

Dieses Buch bekommt von mir 5 von 5 möglichen Sternen!

Vielen Dank an den Rowohlt Verlag für dieses Rezensionsexemplar. Die Tatsache, dass ich dieses Buch als Rezensionsexemplar erhalten habe, hat meine hier wiedergegebene Meinung in keinster Weise beeinflusst.