[Rezensionsexemplar] Rezension: “Märchenwelt” von Michael Köhlmeier (HG.)

Infos:

Titel: Märchenwelt

Herausgeber: Michael Köhlmeier

Seitenanzahl: ca. 730 Seiten (Taschenbuch)

Erscheinungstermin: 09.Oktober 2017

ISBN: 978-3-328-10221-2

Das Buch ist als eBook, Hörbuch und als Taschenbuch erhältlich.

Klappentext:

Märchen sind der älteste Wissensspeicher der Menschheit und ein Spiegel ihrer Träume, Ängste und Wünsche. Michael Köhlmeier, gefeierter Romancier und begnadeter Erzähler, hat einhundert Geschichten aus aller Welt gesammelt und nach Urszenen geordnet. Neben altbekannten Klassikern – etwa den Märchen der Brüder Grimm, von Hans Christian Andersen oder den Geschichten aus Tausendundeiner Nacht – gibt es neue Perlen zu entdecken: isländische Sagen und Märchen aus der Karibik ebenso wie Überlieferungen aus den Steppen Nordamerikas. Ein Schatz für jeden Märchenliebhaber, egal ob groß oder klein.“

Quelle: https://blogger.randomhouse.de

Meine Meinung:

Dass ich ein großer Märchenfan bin, dürftet ihr ja inzwischen wissen. Als ich dann dieses Buch in einer Buchhandlung gesehen habe, musste ich es sofort im Bloggerportal von der Randomhouse Verlagsgruppe anfragen. Ich war überglücklich, als ich das Buch dann wirklich als Rezensionsexemplar erhalten habe. (Die Tatsache, dass ich dieses Buch als Rezensionsexemplar erhalten habe, hat in keiner Weise meine hier wiedergegebene Meinung beeinflusst.) Vielen Dank an dieser Stelle an den Penguin Verlag!

Jedenfalls war ich sehr gespannt auf das Buch und ich hatte eine relativ hohe Erwartung, da mir das Cover mit diesen goldenen Verzierungen unglaublich gut gefällt und ich Herrn Michael Köhlmeier schon von Büchern wie „Die Nibelungen: neu erzählt“ aus der Schule kannte.

Besonders toll fand ich, dass das Buch in zehn Kapitel zu je zehn Märchen aufgeteilt ist, je nach Thema. So trägt beispielsweise ein Kapitel den Titel „Bruder und Schwester“ und darin wurden zehn Märchen zusammengefasst, in denen es um Geschwister geht oder in denen eben Geschiwster eine wichtige Rolle spielen. Außerdem hat es mir richtig gut gefallen, dass nicht nur die bekannten Märchen der Gebrüder Grimm oder jene von Hans Christian Andersen in diesem Buch vorkommen, sondern man lernt auch sehr viele neue Märchen aus aller Welt kennen – wie der Titel des Buches auch schon vermuten lässt. Auffallend war für mich auch, dass ich immer dachte, Märchen hätten meistens einen kleinen Lehrgehalt. Zumindest kommt mir das bei den Grimm-Märchen oft so vor. In diesem Buch habe ich aber auch Märchen gelesen, aus anderen Ländern wie beispielsweise Mazedonien, Japan etc. und diese Märchen haben sich doch teils vom Aufbau und auch von der Handlung her sehr unterschieden. So gewinnen doch auch mal die Bösen und ich hatte absolut nicht damit gerechnet, dass diese Märchen so enden würden. Ich wurde also beim Lesen dieses Buches auch immer wieder überrascht.

Hervorheben möchte ich auch noch, wie viel Mühe sich der Herausgeber gemacht hat (vermute ich zumindest). Nicht nur hat er 100 Märchen gesammelt und nach der Thematik geordnet. Nein, er hat auch noch wirklich schöne, erklärende Einleitungen zu allen Kapiteln verfasst. Und er hat uns LeserInnen einen Einblick in seine Kindheit und die Bedeutung von Märchen in seinem eigenen Leben gegeben. Mir hat alleine das „Vorwort“, welches den Titel „Wo das Erzählen noch geholfen hat“ trägt, schon unglaublich gut gefallen – mir ist richtig warm um’s Herz geworden und ich habe auch Einiges über Märchen dazugelernt. Außerdem habe ich in diesem Buch eineige Dinge über die Gebrüder Grimm, natürlich auch im Bezug zu ihren Märchen, erfahren, die mir zuvor noch unbekannt waren.

Natürlich waren auch immer wieder Märchen dabei gewesen, die mir nicht so gut gefallen haben, aber so ist das eben in Sammlungen von Geschichten: man kann nicht mit allem den Geschmack von allen LeserInnen treffen, das finde ich also auch gar nicht schlimm.

Das Einzige, was dieses Buch für mich noch besser hätte machen können, wäre die ein oder andere Illustration gewesen, denn dieses Buch besteht wirklich nur aus Text. Aber eigentlich finde ich das auf eine gewisse Weise auch wieder gut, denn so merkt man, dass es kein Kindermärchenbuch ist, sondern vor allem auch erwachsenen LeserInnen unterschiedliche Märchen durch dieses Buch wieder nähergebracht werden können. Denn Märchen sind nicht nur etwas für Kinder.

Fazit

Es war wirklich toll, Märchen von überall her zu lesen und dadurch auch neue Geschichten kennenzulernen. Die Vielfalt der hier gesammelten Märchen konnte mich voll überzeugen. Weiters merkt man, dass sich Herr Köhlmeier sehr viel Mühe beim Zusammenstellen der Kapitel gegeben hat. Ich werde das Buch gut aufbewahren, um hoffentlich irgendwann meinen zukünftigen Kindern daraus vorlesen zu können. Alles in allem, kann ich das Buch von Herzen weiterempfehlen!

Ich vergebe für „Märchenwelt“ 5 von 5 möglichen Sternen.

[Werbung-unbezahlt, Rezensionsecemplar] Rezension: “Die Grimm-Chroniken 2: Asche, Schnee und Blut” von Maya Shepherd

Infos:

Titel: Asche, Schnee und Blut

Reihe: Die Grimm Chroniken

Autorin: Maya Shepherd

Seitenanzahl: 160 (Taschenbuch)

Erscheinungstermin: 2.März 2018

Das Buch ist als eBook und als Taschenbuch erhältlich. Das Taschenbuch erscheint im Sternensand Verlag.

Klappentext:

„Die zweite Folge der ›Grimm-Chroniken‹ enthüllt ein Schneewittchen, wie es bisher niemand kannte. Die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen, ebenso wie zwischen Wahrheit und Lüge, Vergangenheit und Gegenwart, Traum und Realität.

»Wer hat Ihnen das angetan?«, flüsterte Maggy.

Der Mann richtete seine grauen Augen auf sie. »Schneewittchen«, stieß er mit seinem letzten Atemzug hervor, bevor sein Herz zum Stillstand kam.“

Quelle: https://sternensand-shop.ch/collections/maya-shepherd/products/die-grimm-chroniken-2-asche-schnee-und-blut?variant=6126253342758

Meine Meinung:

Das hier ist Band 2 einer Reihe, deshalb könnte diese Rezension Spoiler zu Band 1 enthalten!

Meine Rezension zu Band 1 findet ihr hier.

Der Schreibstil

Auch in diesem Band habe ich Mayas Schreibstil – wie in bisher allen ihren Büchern – sehr gemocht. Die Geschichte ist dieses Mal noch etwas düsterer und Maya Shepherd’s Schreibstil hat sich perfekt an diese Stimmung angepasst.

Die Geschichte

Band 1 hatte schon teils eine düstere Stimmung vermittelt, das hat dieses Buch aber noch einmal getoppt. Vor allem die Szenen mit Schneewitchen sind teils ziemlich gruselig. Meistens steht im Kontrast dazu Marys Geschichte, welche immer noch am märchenhaftesten auf mich wirkte. Doch auch ihre Geschichte zeigt immer mehr Schattenseiten auf. Man lernt alle Charaktere besser kennen und auch neue Personen tauchen auf. Außerdem spielen nun mehr oder weniger magische Wesen eine Rolle in der Geschichte, die nicht gerade den Grimm-Märchen entsprungen sind. Anfangs war ich so „Oh nein, bitte nicht!“, da ich Angst hatte, dass das Märchenfeeling damit zerstört werden könnte. Jedoch passt das Ganze nach und nach immer besser in die Geschichte hinein und Maya hat mich dann im Nachwort endgültig besänftigt, denn da spricht sie diese ganze Thematik auch noch einmal an. Der Aspekt, dass von nun an auch Wesen, die nicht typisch für Grimm-Märchen sind, eine Rolle spielen, hat auf jeden Fall nochmals Schwung in die Geschichte gebracht und für Spannung gesorgt. Ich bin gespannt wie es weitergehen wird und vor allem auch, wem man von den Charakteren vertrauen kann und wem nicht, es ist nämlich ganz und gar keine Schwarz-Weiß-Malerei, was gut und böse in dieser Geschichte betrifft.

Fazit

Ein düsterer und spannender zweiter Band, der die Neugierde auf die Folgebände weckt, auch wenn ich noch ein bisschen skeptisch bin, wie diese Fantasy-Aspekte schlussendlich mit den märchenhaften Figuren und Settings harmonieren werden.

Ich vergebe für „Die Grimm-Chroniken 2: Asche, Schnee und Blut“ 4 von 5 möglichen Sternen.

Vielen Dank an Maya Shepherd für dieses Vorab-Leseexemplar. Die Tatsache, dass es sich bei diesem Buch um ein Vorab-Leseexemplar der Autorin handelt, hat meine hier widergegebene Meinung in keinster Weise beeinflusst.

#WundersamesBücherABC: Buchstabe O

Wie ihr vielleicht bemerkt habt, war es hier in letzter Zeit ziemlich ruhig, was die Rubrik #WundersamesBücherABC betrifft. Ich hatte einige schwierige Klausuren, die Klausurenphase ist zwar noch nicht vorbei, aber gerade habe ich ein oder zwei Tage Verschnaufpause und die möchte ich dazu nutzen, hier mal wieder etwas aktiver zu sein. Bitte verzeiht mir, dass ich manchmal einfach nicht genug Zeit für den Blog habe. Aber hier ist nun der Beitrag zum Buchstaben …

…O wie…

…die „Obsidian“-Reihe von Jennifer L. Armentrout

Verlag: Carlsen Verlag

ISBN:

Band 1 (Taschenbuch): 978-3-551-31601-1

Klappentext:

„Als Katy vom sonnigen Florida ins graue West Virginia ziehen muss, ist sie alles andere als begeistert. In dem kleinen Nest kommt sie anfangs nicht einmal ins Internet, was für die leidenschaftliche Buchbloggerin eine Katastrophe ist. Sie beschließt, bei ihren Nachbarn zu klingeln, und lernt so den atemberaubend gut aussehenden, aber unfassbar unfreundlichen Daemon Black kennen. Was Katy jedoch nicht weiß, ist, dass genau dieser Junge, dem sie von nun an aus dem Weg zu gehen versucht, ihrem Schicksal eine ganz andere Wendung geben wird …

Der SPIEGEL-Bestseller und erste Band der Obsidian-Serie endlich im Taschenbuch – mit zwei exklusiven Bonusgeschichten: »Die erste Begegnung« und »Spaghetti-Ninja«.“

(Quelle: www.carlsen.de)

Warum ich das Buch gekauft habe?

Ganz ehrlich: Weil sie in der Buchhandlung gerade „City of Ashes“ nicht lagernd hatten, ich am nächsten Tag in Urlaub geflogen bin und noch eine Urlaubslektüre brauchte. Da ist mir „Obsidian – Schattendunkel“ sofort ins Auge gesprungen. Und ich bin sehr froh, dass ich es mir damals gekauft habe.

Habe ich das Buch bereits gelesen?

Ja, ich habe es dann im Griechenland-Urlaub innerhalb von zwei Tagen ausgelesen.

Wie hat es mir gefallen?

Dieses Buch hat mich total gefesselt. Es war mein erstes von Jennifer L. Armentrout und es werden noch viele von dieser Autorin folgen, denn ich mag ihren Schreibstil sehr gerne. Die Geschichte war spannend, die Charaktere fand ich sehr unterhaltsam und super bildhaft beschrieben und das Buch hat sich einfach total flüssig gelesen. Leider habe ich den großen Fehler gemacht und Band 2 erst Monate später gelesen (damals wollte ich zuerst die Reihe „Die Chroniken der Unterwelt“ von Cassandra Clare fertig lesen, das hab ich bis heute leider nicht gemacht). Bislang habe ich bei der Obsidian-Reihe Band 1 bis 4 gelesen, aber leider waren immer so lange Pausen zwischen den verschiedenen Bänden, dass mich die Geschichte dann nicht mehr so richtig fesselnd konnte. Bei jedem Buch hat sich das Lesen ein wenig mehr hingezogen. Band 5 liegt bislang auf dem SuB, wird aber hoffentlich bald gelesen. Denn auch, wenn ich nicht mehr so arg begeistert bin, wie ich es bei Band 1 war, möchte ich unbedingt wissen, wie die Geschichte ausgeht, außerdem sind mit die Charaktere irgendwie ans Herz gewachsen.

Habt ihr schon ein Buch von Jennifer L. Armentrout gelesen, oder konntet ihr sie vielleicht sogar auf der Frankfurter Buchmesse 2017 oder bei einem anderen ihrer Deutschlandbesuche treffen? Verratet es mir doch in den Kommentaren!

Interview mit Maya Shepherd

Vor ein paar Tagen habe ich der lieben Autorin Maya Shepherd ein paar Fragen stellen dürfen. Was ich gefragt habe und was ihre Antworten darauf waren, könnt ihr in diesem beitrag lesen.

Zum besseren Verständnis: alles, was schwarz geschrieben ist, habe ich (Magda) gesagt oder gefragt und alles in blau sind Mayas Antworten darauf. Außerdem wird der Erscheinungstag von Band 1 der Grimm-Chroniken – Die Apfelprinzessin – angeprochen, das Buch erscheint nicht heute, sondern ist am 2. Februar erschienen als ich dieses Interview mit Maya geführt habe.

Los geht’s.

Magda von „Meine wundersame Welt der Bücher“:

Hallo Maya!

Es freut mich sehr, dass ich heute dieses Interview mit dir führen darf!
Beginnen möchte ich mit einer etwas ungewöhnlichen Frage, die ich auch bei meinem ersten Interview (mit Fanny Bechert) bereits gestellt habe und die zu meiner Standard-Vorstellungsfrage werden soll

Und das ist die folgende:
Wenn du dich selbst mithilfe von ein bis zwei Farben in Kombination mit einem Duft (z.B. rot und Lebkuchen) beschreiben müsstest, was würdest du wählen und warum?

Maya:

Vielen Dank für die Einladung

Huch, das ist aber wirklich eine ungewöhnliche Frage

?

Aber finde ich gut! Blau ist meine Lieblingsfarbe. Sie steht für mich für Ruhe und Tiefe (tief wie das Meer). Ich war schon immer eher ein zurückhaltender Mensch, dazu vom Sternzeichen Fisch. Der Spruch “Stille Wasser sind tief” passt bei mir perfekt. Als Duft würde ich wohl Schokolade wählen. Ich kann leider nur schlecht “nein” zu Schokolade sagen, außerdem verbinde ich sie mit Wärme und Gemütlichkeit. Ich bin ein Mensch, der Entscheidungen häufiger mit dem Herz und weniger mit dem Kopf fällt.

Magda:

Das ist eine echt schöne und einleuchtende Erklärung zu deiner Auswahl.

?

So ungewöhnlich wie die erste Frage war, so normal ist die zweite, und die lautet: Was hat dich dazu bewegt, dir nicht nur Geschichten auszudenken, sondern diese auch niederzuschreiben? Weißt du noch, wann du damit begonnen hast?

Maya:

Ich habe schon immer gerne geschrieben. Es ging in der Grundschule mit Märchen los (okay, wenn man an meine aktuelle Veröffentlichung denkt, bin ich da wohl bis heute hängen geblieben xD). In meiner Jugend habe ich viele Fan Fictions zu meinen Lieblingsserien geschrieben. Danach habe ich ein paar Drehbücher für No Budget Produktionen verfasst. Nie hätte ich gedacht, dass ich das Schreiben mal zum Beruf machen könnte. Als ich eine eher trockene Ausbildung angefangen habe, fing ich parallel an meinen ersten Roman zu schreiben, einfach als kreativen Ausgleich. Meine erste Veröffentlichung hatte ich dann 2012 mit Schneerose im Self Publishing.

Magda:

WOW da hast du ja schon sehr früh begonnen! In der Grundschule habe ich höchstens mal eine Wochend-Erlebniserzählung verfasst und das, weil ich musste

Seit 2012 warst du ja ziemlich fleißig und hast viele Bücher in unterschiedlichen Genres veröffentlicht. Deshalb auch diese Frage: Gibt es eine Art „Lieblingsbuch“ unter deinen eigenen Bücher, also ein Projekt in das noch mehr Herzblut geflossen ist, als in deine anderen Bücher?

?

Maya:

Ja, das gibt es. 2017 ist im Sternensand Verlag “Über alle Grenzen” erschienen, in dem um Anna geht, deren Eltern sich gerade erst getrennt haben, und Yasin, der aus dem Kosovo nach Deutschland geflohen ist. Die beiden haben vollkommen unterschiedliche Probleme, fühlen sich einander aber dennoch verbunden, sobald sie sich kennenlernen. Das Schreiben dieses Buches hat mich selbst verändert, da es mich dazu veranlasst hat meine Sichtweise auf unsere heutige Welt zu überdenken. Es ist kein Buch, das belehren soll, sondern das einen zum Nachdenken bringen kann.

Magda:

Ich selbst habe ja “Über alle Grenzen” bereits gelesen und es ist ein wirklich wundervolles und auch sehr emotionales Buch. Mich persönlich hat es auf jeden Fall zum Nachdenken gebracht. Meine nächste Frage ist wieder ein etwas theoretische, ich bin aber sehr gespannt auf deine Antwort: Wenn du mit zwei deiner Buchcharaktere (sie können aus unterschiedlichen Büchern stammen) einen Tag verbringen könntest, wen würdest du aussuchen und würde das Treffen eher in unserer Welt oder in einer Buchwelt stattfinden?

Maya:

Oh je, nur Zwei????? In jedem Fall würde das Treffen in Wexford in Irland stattfinden. Das ist sowohl ein realer Ort, als auch der Handlungsort meiner Dear Sister Reihe. Ich war leider noch nie dort, da die Reihe aber noch nicht abgeschlossen ist, gebe ich die Hoffnung nicht auf, dass mir ein Buch noch gelingt, bevor ich den letzten Band geschrieben habe xD Ich würde wohl Maggy aus dem Grimm Chroniken mitnehmen. Sie ist ein sehr herzlicher Mensch und zudem genauso Buch- und Disneyverrückt wie ich. Vor Ort treffen wir dann Winter aus Dear Sister, immerhin kennt sie sich in Wexford bestens aus. Zusammen gehen wir dann einen Kaffee trinken (Winter schwarz, Maggy und ich mit viel Milch xD) und quatschen stundenlang mit Blick aufs Meer.

❤

Magda:

Das klingt doch nach einer tollen Runde! „Dear Sister“ hab ich ja noch nicht gelesen, muss ich aber wie es aussieht noch nachholen. Und ich bin auch auf der Seite der Kaffee-mit-viel-Milch-Trinker. Aber kommen wir am besten gleich zur nächsten Frage, die Grimm-Chroniken hast du ja bereits angesprochen: Heute ist immerhin nicht einfach nur ein stinknormaler 2. Februar sondern heute erscheint „Die Apfelprinzessin“, der Auftakt deiner neuen Reihe „Die Grimm-Chroniken“. Erst einmal Glückwunsch zum Buch-Birthday! Deshalb möchte ich dir auch folgende Frage stellen: Hast du eine spezielle Bindung, was die Grimm-Märchen betrifft bzw. warum hast du genau sie als Grundlage/Inspiration für eine ganze Buchreihe gewählt?

Maya:

Danke für den Glückwunsch!

❤

Heute ist wirklich ein ganz besonderer Tag für mich, denn ich habe schon vor mehr als einem Jahr mit der Arbeit an den Grimm Chroniken begonnen und seitdem der Veröffentlichung entgegen gefiebert. Es ist auch nicht einfach nur ein weiteres Buch, sondern der Start meiner ersten monatlich erscheinenden Buchserie. Das ist für mich etwas vollkommen Neues und umso aufgeregter bin ich deshalb. Die Grimm Chroniken sind nicht mein erster Schritt aus schriftstellerischer Sicht in das Genre der Märchenadaptionen. 2015 erschien bereits der erste Band meiner Märchenhaft-Trilogie, in der unter anderem die Grimm Märchen auch vorkommen. Märchen machen einen großen Teil meiner Kindheit aus. Sie haben mich geprägt und die Geschichten faszinieren mich bis heute.

Magda:

Was ich bislang so von deinen Märchenadaptionen, sowohl Märchenhaft-Trilogie als auch Grimm-Chroniken betreffend, gelesen habe, solltest du auf jeden Fall auch weiterhin in diesem Genre schreiben!

?

Wie viele Folgen sind bislang eigentlich für die Grimm-Chroniken geplant und – falls ich das schon fragen darf – soll die ganze Reihe eine zusammenhängende Geschichte werden? Oder könnte es auch sein, dass manche Bände zwar in derselben Welt spielen, aber vielleicht der Fokus auf anderen Personen und anderen Abenteuern liegt?

Maya:

Es gibt für die Grimm Chroniken bisher keine finale Anzahl an Bänden. Ich kann nur so viel verraten, dass ich die Geschichte aktuell bis Folge 13 geplottet habe und es danach noch weitergehen wird. Alle Bände hängen miteinander zusammen, da ich allerdings in mehreren Erzählsträngen schreibe, kann es passieren, dass eine Folge sich mal mehr mit einer einzelnen Person beschäftigt und andere Charaktere dann etwas kürzer kommen. Das kann eine Folge später dann aber auch schon wieder ganz anders aussehen.

Magda:

Dann sind wir ja mal gespannt, wie umfangreich diese Buchserie dann wirklich wird

?

Ich will dich nicht allzu lange aufhalten, deshalb jetzt die letzte oder eher vorletzte Frage an dich und das ist ausnahmsweise mal keine Frage zu DEINEN Büchern: Was ist dein persönliches Lieblingsgenre was das Lesen betrifft? Und hast du ein absolutes Lieblingsbuch oder eine Lieblingsreihe?

Maya:

Ich kann mich leider nicht für EIN Lieblingsgenre entscheiden, da ich zwischen zwei Genres regelmäßig wechsle. Das ist Fantasy und Thriller. Mein Lieblingsbuch stammt allerdings wiederum aus einem ganz anderen Genre, was ich eher selten lese und zwar “Ein ganzes halbes Jahr” von Jojo Moyes. Mich hat kein Buch mehr ergriffen als dieses, sodass ich mich bis heute nicht getraut habe die Verfilmung zu schauen, da ich Angst habe, dass sie mir nicht gefallen könnte (dabei mag ich die beiden Hauptdarsteller sehr).

Magda:

Also ich habe “Ein ganzes halbes Jahr” auch geliebt und fand die Verfilmung auch echt super und ich habe sowohl beim Buch als auch beim Film Rotz und Wasser geheult!

Zum Schluss wollte ich dir noch die Möglichkeit geben, dass du mich oder deine LeserInnen bzw. meine Follower etwas fragen kannst, was ich dann in meinem Beitrag vom Interview selbst beantworten oder die LeserInnen in den Kommentaren beantworten können?

Maya:

Ich stelle die Frage gerne sowohl an dich als auch die LeserInnen: Wenn du dir eine Adaption zu einem Märchen wünschen könntest, zu welchem Märchen würdest du gerne mal eine neue Geschichte lesen und warum?

Magda:

Ich werde die Frage dann in meinem Beitrag beantworten und dir den Link schicken. Und ich bin mir sicher, dass einige LeserInnen auf eine Antwort darauf in die Kommentare schreiben werden. Dann bedanke ich mich herzlich bei dir, dass ich mit dir dieses Interview machen durfte und danke dass du dir, vor allem nach der kurzfristigen Terminverschiebung, so viel Zeit dafür genommen hast!

❤

Maya:

Sehr gerne

❤

Ich freue mich schon auf das fertige Interview ^^

Und nun kommen wir zu meiner Antwort auf Mayas Frage:

Ich persönlich würde mir eine Adaption zum Märchen „Die Gänsemagd“ von den Gebrüdern Grimm wünschen. Dieses Märchen ist schon seit langer Zeit mein Lieblingsmärchen und ich habe bislang noch von keiner Märchenadaption dazu gehört.

Für welches Märchen würdet ihr euch entscheiden?

Das Beitragsbild dient lediglich zur Verschönerung dieses Blogposts und hat nichts mit dem Gewinnspiel zu tun. Die Rechte der auf dem Bild gezeigten Buchcover liegen bei Maya Shepherd und beim Sternensand Verlag.

Ich bin schon gespannt auf eure Antworten!

Allgemeine Teilnahmebedingungen zu Goodie-Gewinnspielen

  • Zur Teilnahme berechtigt sind alle Personen, die über 18 Jahre alt sind und in den unten angeführten Ländern eine Postadresse besitzen. Wenn Sie noch keine 18 Jahre alt Sind, benötigen Sie eine Einverständniserklärung Ihres/r Erziehungsberechtigten.
  • Versand nur nach Deutschland oder Österreich!
  • Beginn und Ende des jeweiligen Gewinnspiels sind in den individuellen Blogbeiträgen oder Facebookposts zu finden.
  • Die Auslosung findet frühest möglich nach Ende des Gewinnspiels statt.
  • Der/die Gewinner/in wird durch Zufall ermittelt.
  • Die Daten (Adresse und/oder Email-Adresse) der Gewinnerin/des Gewinners erhalte nur ich und sie werden nur für das Gewinnspiel verwendet. Falls benötigt – darauf wird in den jeweiligen Gewinnspielbeiträgen aber ausdrücklich hingewiesen – werden diese Daten auch an die Autorin/den Autor weitergeleitet, falls diese/r für den Versand zuständig ist.
  • Durch die Teilnahme am Gewinnspiel erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihr Name bzw. Benutzername im Falle eines Gewinns auf meiner Seite und/oder unter dem Gewinnspiel-Post öffentlich bekannt gegeben werden darf.
  • Die Gewinnerin/der Gewinner hat nach der Gewinner(innen)-Bekanngabe 24 Stunden Zeit um sich bei mir über das Kontaktformular hier auf meinem Blog oder per Facebook-Nachricht bei mir zu melden.
  • Der Gewinn kann nicht bar ausgezahlt werden.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
  • Das Gewinnspiel steht in keiner Verbindung zu WordPress oder Facebook und wird in keiner Weise von WordPress oder Facebook gesponsert, unterstützt oder organisiert.

[Rezensionsexemplar] Rezension: “München” von Robert Harris

Titel: München

Autor: Robert Harris

Seitenanzahl: rund 430 Seiten (Hardcover)

ISBN: 978-3-453-27143-2

Klappentext:

„September 1938 – in München treffen sich Hitler, Chamberlain, Mussolini und Daladier zu einer kurzfristig einberufenen Konferenz. Der Weltfrieden hängt am seidenen Faden. Im Gefolge des britischen Premierministers Chamberlain befindet sich Hugh Legat aus dem Außenministerium, der ihm als Privatsekretär zugeordnet ist. Auf der deutschen Seite gehört Paul von Hartmann aus dem Auswärtigen Amt in Berlin zum Kreis der Anwesenden. Den Zugang zur Delegation hat er sich erschlichen. Insgeheim ist er Mitglied einer Widerstandszelle gegen Hitler. Legat und von Hartmann verbindet eine Freundschaft, seit sie in Oxford gemeinsam studiert haben. Nun kreuzen sich ihre Wege wieder. Wie weit müssen sie gehen, wenn sie den drohenden Krieg verhindern wollen?

Der neue Politthriller von Robert Harris – ein Roman über Hochverrat und Unbestechlichkeit, über Loyalität und Vertrauensbruch. Und wie immer bei Robert Harris lassen sich über die historischen Figuren und Ereignisse erhellende Bezüge zur aktuellen Weltpolitik herstellen.“

Quelle: https://www.randomhouse.de

Meine Meinung:

„München“ war mein zweites Buch von Robert Harris. Mein erstes war „Pompeij“, welches ich im englischem Original im Zuge des Englischunterrichts in der Schule gelesen habe. Beide Bücher haben mir wirklich gut gefallen, obwohl das eigentlich gar nicht mein Genre ist, da ich sonst fast ausschließlich Bücher aus den Genres Fantasy und Romance lese. Harris schafft es aber, mich für Politthriller zu begeistern.

Der Schreibstil

Anfangs fand ich den Schreibstil etwas trocken, bis ich schließlich gemerkt habe, dass es anders gar nicht zur Geschichte passen würde. Die Hauptcharaktere arbeiten nun mal in politischen Positionen, da passt dieser sachliche und auch etwas veraltete, sprachliche Stil sehr gut. Immerhin spielt die Story im Jahr 1938. Hin und wieder waren dann aber auch wieder derbere Kommentare eingebaut, die eigentlich nicht so schlimm waren, der Kontrast zum sonst so förmlichen Ton stach aber stark hervor und betonte so besondere Sätze oder Gespräche.

Die Geschichte

In diesem Buch steht das Münchner Abkommen im Vordergrund. Europa ist im Begriff in einen Krieg zu rennen. Chamberlain auf der englischen Seite versucht dies so gut es geht zu verhindern. Ganz zum Missfallen von Hitler der die deutsche Komponente darstellt. Eine Geschichte die Wahrheit, Historie und Fiktion so gut vereint, dass ich irgendwann einfach nicht mehr wusste, was nun wirklich passiert ist und was Harris dazu erfunden hat. Harris hat hier mithilfe von zwei von ihm kreierten Protagonisten die englische und die deutsche Situation anschaulich dargestellt. Die ersten rund 100 Seiten waren etwas zu trocken für meinen Geschmack, sie waren aber meines Erachtens dazu da, um einen Überblick über die Situation, die Hintergründe und vor allem die Charaktere zu erhalten, denn in diesem Buch kommen sehr, sehr viele Namen vor, von denen mir einige, aber natürlich nicht alle, bekannt vorkamen. Denn auch hier trifft wieder zu, dass manche Personen wirklich gelebt haben und zu dieser Zeit in München waren und bei diesem Abkommen mitgewirkt haben, andere Charaktere sind aber einfach nur erfunden. Und damit kommen wir auch schon zu den Charakteren.

Die Charaktere

Harris hat es geschafft, dass die verschiedenen Personen, ihre Gedanken und ihr Handeln so gut beleuchtet wurden, dass man vieles verstehen, einiges aber auch einfach nur verachten konnte. Teils spielen hier sehr bekannte Namen wie Mussolini, Hitler und Chamberlain eine Rolle. Die Protagonisten waren aber Hugh Legat – auf der britischen Seite – und sein deutscher Studienkollege Paul von Hartmann. Harris hat diese beiden Männer so individuell und lebendig gestaltet, dass ich mir eigentlich sicher war, dass sie wirklich existierten und eine wichtige Rolle spielten. Bis ich bei einer Google-Suche nichts zu diesen Namen fand als Artikel zu diesem Buch. Mir persönlich war Legat etwas sympathischer, was denke ich daran lag, dass von Hartmann für mich bis zum Schluss sehr schwer zu durchschauen war und ich bei Legat mehr das Gefühl hatte, zu wissen, was ihn beschäftigt und auf welcher Seite er steht.

Legat der Familienvater, welche eine nicht sonderlich glückliche Ehe führt. Der junge Aufsteiger unter den Assistenten des britischen Premierministers Chamberlain.

Paul von Hartmann, ein deutscher Riese, welcher in Berlin im Auswärtigen Amt des Deutschen Reiches tätig ist. Alleinstehend.

Zwei Männer, die mehr verbindet als eine vergangene Studienfreundschaft: der Wunsch nach Frieden und somit das Verhindern eines Krieges. Eines Krieges angeführt von Hitler.

Allgemein

Für mich war dieses Buch gar nicht mal so spannend wie ich von einem PolitTHRILLER erwartet hätte, aber es hat mir trotzdem gut gefallen. Und das lag unter anderem auch an der emotionalen Komponente. Harris hat es geschafft, die Gräuel und die Hässlichkeit von Krieg zu schildern, ohne dass er direkt über einen Krieg geschrieben hat. Kinder, die Gasmasken angepasst bekommen, Menschen, deren Leben nie wieder normal sein wird da sie sich gegen das Regime aufgelehnt haben. Das Leben unter einer Regierung, die keinen Widerspruch duldet, die ihre Ohren überall zu haben scheint. Ein Mann, der wie ein Gott gefeiert wird. Und das alles eingebettet in eine düstere und teils verzweifelte Stimmung. Dieses Buch hat mich wirklich zum Überlegen und Hinterfragen von allen möglichen – natürlich auch politischen – Fragen angeregt.

Fazit

Ein Politthriller mit düsterer, fast erdrückender Stimmung, der spannende und ruhige Phasen beinhaltet und zum Nachdenken anregt. Nach einem etwas zu langatmigen Beginn hat mich dieses Buch wirklich in seinen Bann gezogen und ich habe mit Legat und von Hartmann mitgefiebert, denn immer blieb noch ein kleiner Funke Hoffnung, auch wenn wir alle wissen, dass es in der Weltgeschichte nun mal zu einem zweiten Weltkrieg gekommen ist. Und doch konnte Harris die Spannung vor allem gegen Schluss aufrecht erhalten.

Ich vergebe für „München“ von Robert Harris 4,5 von 5 möglichen Sternen und kann euch das Buch wirklich empfehlen!

Vielen Dank an den Heyne Verlag für dieses Rezensionsexemplar! Die Tatsache, dass ich dieses Buch als Rezensionsexemplar erhalten habe, hat meine Meinung darüber in keinster Weise beeinflusst.

#WundersamesBücherABC: Buchstabe N

Guten Abend ihr Lieben!
Es geht wieder weiter mit meinen wöchentlichen Beiträgen zur Rubrik #WundersamesBücherABC, diesmal zum Buchstaben „N“, wie in…

…“No heartbeat before coffee“ von Maria M. Lacroix.

Klappentext:

„Während eines Einsatzes gegen einen dunklen Hexenclan wird Diana, kampferprobte Spezialistin des Instituts für »Research and Identification of Paranormal Activities«, mit einem tödlichen Fluch belegt.
Rettung aus ihrer aussichtslosen Lage erhält sie ausgerechnet von einem Werwolf. Obwohl auch er in ihrer Weltsicht zum Feind zählt, bleibt ihr nichts anderes übrig, als Jamie zu vertrauen. Und als wäre ihr Leben nicht verzwickt genug, zieht er sie stärker an, als sie sich selbst eingestehen will.
Gleichzeitig wird Seattle von einer brutalen Mordserie erschüttert, sodass Diana ihre persönlichen Probleme in den Hintergrund stellt, um sich voll und ganz der Aufklärung des Falles widmen zu können.
Doch ihre Kollegen dürfen weder von ihren Gefühlen für Jamie erfahren noch, welchen Preis sie für ihr Überleben gezahlt hat … “

(Quelle: http://www.thalia.at)

Warum habe ich das Buch/die Bücher gekauft?

Auch dieses Buch war in meiner Drachenbox vorhanden, die ich zu Weihnachten 2016 geschenkt bekommen habe.

Habe ich das Buch bereits gelesen?

Ja, das habe ich. Es war mein erstes Buch von Maria M. Lacroix und seither möchte ich alle ihre Bücher lesen.

Wie hat mir das Buch gefallen?

Mir hat das Buch echt super gefallen. Es war einmal etwas ganz anderes, als die andern Bücher, die ich bisher gelesen habe. Es war spannend zu lesen und großteils sehr detailreich beschrieben, was meinerseits hin und wieder zu Ekel und Erschaudern führte, wenn beispielsweise Tatorte beschrieben wurden. Die Protagonisten fand ich sehr sympathisch und gut ausgearbeitet. Außerdem passt der Titel einfach perfekt zur Story, was ich sehr toll finde.

Ich glaube mal gehört zu haben, dass ein weiter Band folgen soll, was mich sehr freuen würde. Außerdem gibt es auch eine Kurzgeschichte (verlinke ich euch unten), die ich aber erst lesen muss, die ist schon länger auf meinem Reader, aber ich vergesse immer, welche eBooks ich besitze, die sieht man eben nicht so oft wie jene, die im Regal stehen.

Wenn ihr Genaueres zu meiner Meinung zu diesem Buch wissen wollt, verlinke ich euch hier meine Rezension:

https://meinewundersameweltderbuecher.wordpress.com/2017/04/26/rezension-no-heartbeat-before-coffee-von-maria-m-lacroix/

Kurzgeschichte beispielsweise hier erhältlich:

https://www.thalia.at/shop/home/suggestartikel/ID54076926.html?sq=No%20heartbeat%20before%20coffee:%20Die%20Monate%20dazwischen&stype=productName

[Werbung-unbezahlt, Rezensionsexemplar] Rezension: “Die Grimm-Chroniken Band 1: Die Apfelprinzessin” von Maya Shepherd

Titel: Die Apfelprinzessin

Reihe: Die Grimm Chroniken

Autorin: Maya Shepherd

Seitenanzahl: 146 Seiten (Taschenbuch)

Das Buch ist als eBook und als Taschenbuch erhältlich. Das Taschenbuch erscheint im Sternensand Verlag.

Klappentext:

„Dieses Buch beginnt nicht mit Es war einmal, denn auf diese Weise fangen all die Lügen an, die Wilhelm und Jacob in die Welt gesetzt haben. Dies ist kein Märchen, sondern eine wahre Geschichte.

Es heißt, die Bösen werden bestraft und die Guten leben glücklich bis ans Ende ihrer Tage. Das Leben ist aber nicht schwarz-weiß und gewiss nicht glücklich. Rot ist die Farbe, die über das Schicksal bestimmen wird.

Die Lüge ist oft nicht von der Wahrheit zu unterscheiden, am wenigsten, wenn die Wahrheit zu schrecklich ist, um sie glauben zu wollen.“

Quelle: http://www.sternensand-verlag.ch/grimm-chroniken-1.html

Meine Meinung:

Wie ich schon in den Rezensionen zu Mayas „Märchenhaft“-Trilogie erwähnt habe, liebe ich Märchen und dadurch bin ich auch, was Märchenadaptionen betrifft, auf den Geschmack gekommen. Wie man dem Klappentext schon entnehmen kann, ist „Die Apfelprinzessin“ eine teils eher düster gehaltene Geschichte, die ich auch nicht direkt als typische Märchenadaption bezeichnen würde, da hier zwar mehrere Figuren und Elemente aus Märchen verwendet wurden, aber doch in sehr veränderter Form und auch die Gebrüder Grimm spielen eine relativ wichtige Rolle, obwohl sie in ihrer Märchensammlung ja selbst als Figuren nie vorgekommen sind (soweit ich weiß).

Der Schreibstil

Ich hab Maya Shepherds Schreibstil bereits in den anderen Büchern, die ich von ihr gelesen habe (Märchenhaft-Trilogie, Über alle Grenzen), sehr gemocht. Auch in diesem ersten Band ihrer neuen Reihe „Die Grimmchroniken“ konnte mich ihr Stil zu erzählen überzeugen. Vor allem deshalb, weil die Geschichte zu zwei verschiedenen Zeiten spielt und der Stil immer passend zur Situation und zu der Zeit, in die Szene gerade spielt, ist. Außerdem konnte ich das Buch sehr rasch lesen, was eben nicht nur an der geringen Seitenanzahl, sondern auch an Mayas flüssigem Schreibstil lag.

Die Geschichte

Wie vorher schon erwähnt werden in diesem Buch mehr oder weniger zwei unterschiedliche Geschichten zu unterschiedlichen Zeiten erzählt, die jedoch miteinander verknüpft sind. So erfahren wir etwas über Mary, welche eher den märchenhaften Part darstellt, und gleichzeitig auch etwas über den Jugendlichen Will, der im Deutschland der heutigen Zeit lebt, und seine Freunde, sowie seinen Vater. Marys Geschichte spielt anfangs im 16. Jahrhundert. Wills Geschichte im Jahre 2012. Und doch verknüpfen sich die Leben der beiden nach und nach. Am meisten gefallen haben mir die Kapitel über Mary und ihr Leben, deshalb war ich zu Beginn ein wenig enttäuscht, weil die längsten Kapitel von Will und seinen Freunden erzählt haben. Aber ich habe auch gemerkt, dass das nötig war, um die Hintergründe der Geschichte, sowie die Personenkonstellationen verstehen zu können.

Die Charaktere

Will

Will ist eigentlich ein ganz normaler Teenager, wäre da nicht sein Vater, der schon ziemlich lange in einer psychiatrischen Einrichtung ist. Er glaubt an viele Dinge, an die sein Sohn Will nicht glaubt oder nicht glauben will. Will hält seinen Vater für verrückt. Und weil sein Vater eben verrückt zu sein scheint, hat es Will nicht besonders leicht im Leben. Nicht nur, dass er im Heim lebt, sondern es kommt auch noch dazu, dass er wegen seines „durchgeknallten“ Vaters gemobbt und ausgegrenzt wird. Außer seinen Freunden Joe und Maggy, welche Geschwister sind, hat er niemanden. Und auch Joe scheint sich immer mehr von Will zu entfernen, seit er beliebter geworden ist.

Maggy

Maggy ist eine gute Freundin von Will. Sie lebt mit ihm im Heim, doch im Gegensatz zu Will scheint sie die Geschichten von dessen Vater zumindest teilweise zu glauben. Ohne sie würde Will seinen Vater wohl nur noch selten besuchen und auch so scheint sie im Kraft zu geben. Ich fand Maggy teils etwas naiv oder kindlich, aber auch liebenswürdig.

Mary

Mary lebt im 16.Jahrhundert in Bonn. Ihre Geschichte gleicht einer märchenhaften Legende. Ich war von Anfang an gefesselt von den Kapiteln über sie. Mary wurde als junges Mädchen mit einem Fluch belegt, der sie ziemlich einschränkt in ihrem Tun. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber sie ist oft ziemlich einsam, was sie für mich noch ein wenig sympathischer gemacht hat. Ich finde ihren Charakter aber generell sehr interessant, geheimnisvoll und trotzdem auch – einfach sympathisch eben.

Dorian

Ich bin mir noch nicht ganz sicher, wie wichtig seine Rolle in dem ganzen Geschehen dann wirklich sein wird, aber er war für mich am spannendsten an der ganzen Geschichte. Ich hatte von Anfang an ein eher mulmiges Gefühl bei ihm und bin gespannt, wie sich das alles noch entwickelt. Auf alle Fälle hat er bei mir die meisten Fragezeichen hinterlassen und die größte Neugier auf Band 2 geweckt.

Allgemein

Wie bereits erwähnt, hat es mich anfangs leicht gestört bzw. eher irritiert, dass die Geschichte großteils im Jahr 2012 spielt, aber durch die Szenenwechsel und einige andere Geschehnisse und Erklärungen hat das dann wieder gut gepasst. Außerdem war ich ziemlich perplex, als Band 1 plötzlich aus war, denn ich wollte wirklich unbedingt weiterlesen, da es, finde ich, gerade richtig spannend wurde gegen Ende hin. Trotzdem finde ich, dass das Ende stimmig war und ganz eindeutig Spannung aufbaut und dadurch Lust darauf macht, auch Band 2 zu lesen. Ich finde auch, dass die Wartezeit von ca. einem Monat zwischen den Erscheinungsterminen der Bücher voll okay ist. Durch Band 1 habe ich noch nicht ganz durchschaut wie weit die Geschichten von Will und Mary wirklich zusammenhängen bzw. zusammenhängen werden, deshalb bin ich umso gespannter, wie sich das alles in den Folgebänden entwickeln wird. Denn ich habe schon eine gewisse Ahnung, wie es weiter gehen könnte, bin mir aber nicht sicher, ob es dann auch so kommen wird.

Fazit

Ein guter erster Teil einer Reihe, der anfangs großteils in die Geschichte hineinführt und die LeserInnen mit den wichtigsten Personen bekannt macht. Gleichzeitig wird die Geschichte gegen Ende des Buches hin immer spannender, was die Neugier auf Band 2 weckt. Sowohl der Schreibstil, als auch die Ausarbeitung der Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Einzig die Kürze der Passagen über Mary im Vergleich zu den Kapiteln über Will haben mich ein wenig gestört.

Ich vergebe für „Die Apfelprinzessin“ von Maya Shepherd 4,5 von 5 möglichen Sternen und kann euch das Buch wirklich empfehlen!

Jahresrückblick 2017

Hallo ihr Lieben!

Heute ist Silvester und deshalb ist das der perfekte Augenblick, um ein wenig über das Jahr 2017 zu sprechen bzw. darüber, wie das Jahr für mich war. Ich möchte hier keine allgemeinen guten oder schlechten Dinge aufzählen die 2017 irgendwo auf der Welt passiert sind, sondern woran ich mich erinnern werde, wenn ich an das Jahr 2017 denke.

Für mich Erfreuliches, das im Jahr 2017 passiert ist:

  • Ich hab mein erstes Jahr bzw. die ersten 2 Semester an der Uni abgeschlossen.

  • Ich bin ein wenig selbstständiger geworden.

  • Ich habe neue Freundschaften geschlossen.

  • Ich habe tolle AutorInnen kennengelernt, mit denen ich teilweise nun auch zusammenarbeiten darf.

  • Mein Blog und meine Facebookseite sind viel bekannter geworden, auch wenn ich damit immer noch ziemlich klein und unbedeutend bin in der großen Welt der Buchblogger.

  • Ich war mit meinem Freund am Gardasee auf Urlaub und es war wunderschön dort!

  • Ich hatte das erste Mal einen Ferialjob und es war ein tolles Gefühl, mein erstes selbst verdientes Geld zu bekommen – ich arbeite zwar auch neben dem Studium ein wenig, aber das war irgendwie trotzdem etwas anderes, wenn man fast 40 Stunden in der Woche arbeitet.

  • Ich habe den Führerschein gemacht! Ich glaube, ich war fast noch nie so nervös wie vor der praktischen Führerscheinprüfung, aber ich habe es geschafft 😀

  • Ich war auf meiner ersten Buchmesse und dann auch noch gleich in Frankfurt. Das war wirklich ein wunderschönes Erlebnis, ich habe dort so viele liebe Menschen kennengelernt oder das erste Mal im realen Leben getroffen!

  • Ich habe mit dem Schreiben begonnen und ca. 100 Seiten meines eigenen Buches geschafft, (worauf ich ziemlich stolz bin (also auf die Anzahl der Seiten), denn ich komme nur in sehr unregelmäßigen Abständen zum Schreiben, da immer wieder etwas dazwischen kommt.)

  • Ich habe eine tolle Bloggerkollegin getroffen, die in meiner Nähe wohnt – was ich anfangs nicht wusste – und die ich inzwischen zu meinen Freundinnen zähle. Die Rede ist von Christina von der Facebookseite und dem Youtube-Kanal „Grisis Bücherlabyrinth“. Schaut unbedingt mal bei ihr vorbei!

  • Ich habe bei einem Theater mitgespielt und stand somit das erste Mal als Theaterschauspielerin auf der Bühne. Ich war furchtbar nervös, aber es hat alles gut geklappt und das Stück kam gut an.

“Mein” 2017 in Zahlen

  • 33 Bücher habe ich gelesen.

  • 12 537 Seiten habe ich gelesen.

  • Das macht im Schnitt eine Buchlänge von 379,91 Seiten.

  • 19 Jahre alt bin ich geworden.

  • 2 Semester Studium habe ich bereits hinter mir.

  • 14 AutorInnen haben mir auf der Frankfurter Buchmesse 2017 eine nette Nachricht in mein Notizbuch geschrieben. Und 1 Cover-Designer (Alexander Kopainski, der Cover-Gott himself) 😀

  • 108 Normseiten habe ich selbst verfasst.

Die weniger erfreulichen Dinge:

  • Manchmal habe ich an mir als Bloggerin gezweifelt, da mehr Leute meine Facebookseite „entliket“ als mit „Gefällt-Mir“ markiert haben und ich einfach nicht wusste, woran das liegt. Das hört sich jetzt sehr oberflächlich an, aber es hat mich trotzdem zum Zweifeln gebracht.

    Es ist einfach ein komisches Gefühl, wenn ich den Werdegang von anderen betrachte, die etwa zeitgleich mit mir mit dem Bloggen begonnen haben, aber inzwischen bei weitem mehr Follower haben als ich. Aber inzwischen habe ich gemerkt, dass es egal ist, WIE VIELE Follower ich habe, solange diejenigen, die sich auf meiner Seite und meinem Blog tummeln, freundlich und interessiert sind und ich wirklich liebe, positive Rückmeldungen von ihnen erhalte.

  • Die Umstellung von der Schule auf die Uni war für mich ziemlich hart und so war selbst das zweite Semester immer noch sehr stressig und nervenaufreibend für mich. Inzwischen hat sich das aber gelegt und ich habe mich an die „neue“ – jetzt nicht mehr so neue – Situation bestens gewöhnt.

Das war’s eigentlich schon wieder mit den nicht so tollen Aspekten von 2017. Alles in allem war es also ein erfreuliches Jahr für mich. Und das kann man auch über die Bücher sagen, die ich 2017 gelesen habe. Es waren kaum welche dabei, die mir so gar nicht gefallen haben.

Und das waren meine absoluten Highlights dieses Jahres:

  • „Countdown to Noah“ (1&2) von Fanny Bechert

    Diese Bücher waren so ungaublich spannend, ich konnte super in die Geschichte abtauchen. Die Charaktere waren bestens ausgearbeitet und Fannys Schreibstil hat mir in diesen Büchern sogar noch besser als in „Elesztrah“ gefallen. Eine genauere Rezension zu den Büchern folgt noch, ich bin bislang noch nicht dazu gekommen

  • „Götterblut“ von Stella A. Tack

    Stella habe ich inzwischen nicht nur als Person echt lieb gewonnen, sondern auch ihr Debüt konnte mich bestens unterhalten. Diese Geschichte ist für mich einzigartig und Stellas Humor ist einfach toll. Aber auch die Szenen, in denen sich die Protagonisten näher kommen, hat Stella richtig gut umgesetzt. Meine Rezension findet ihr auf meinem Blog unter dem Button „Rezensionen“ bzw. hier.

  • „Verwandte Seelen – Die Trilogie“ und „Verbundene Seelen – Jenna und Drystan“ von Nica Stevens

    Nica konnte mich mit ihrem detailreichen Schreibstil von der ersten Sekunde an verzaubern und ich habe bereits wieder Fernweh nach dem Ewigen Wald. Sie hat eine fantastische Welt geschaffen, die mich immer wieder zum träumen einlädt und die für mich, denke ich, immer etwas Besonderes sein wird. Meine Rezension zu „Verwandte Seelen – Die Trilogie“ findet ihr hier. „Verbundene Seelen“ hab ich gerade erst ausgelesen, Rezension folgt.

  • Die Reihe „BE with US“ von Jasmin Romana Welsch

    Der Humor ist toll, die Charaktere wirken echt und sympathisch und ich habe mich ein klein wenig in den Charakter Dr. Andrea deLuca verliebt (ja, ist ein Mann). Muss ich mehr dazu sagen? Wenn ja, hier entlang.

  • Außerdem möchte ich hier noch „Der Kuss der Lüge“ von Mary E. Pearson und „Siren“ von Kiera Cass erwähnen, da mir diese Bücher richtig gut gefallen und mich beide zu unterschiedlichen Zeitpunkten aus Leseflauten geholt haben.

Das war im Großen und Ganzen auch schon wieder alles, was ich zu 2017 sagen wollte. (Mein Ergebnis von #17für2017 zeige ich euch in den nächsten Tagen, nur so viel: Ich habe nicht alle 17 Bücher gelesen.)

Obwohl eines noch: auch, wenn ich hin und wieder ein wenig über Followerzahlen oder die Reichweite von meiner Facebookseite jammere, blogge ich trotzdem richtig gerne und ich mache das aus Liebe zu Büchern und nicht um damit bekannt zu werden. Ich freue mich über jede/n einzelne/n Leser/in, über jeden Kommentar und jede Bewertung auf Facebook. Ich mache das für mich und natürlich auch für euch und das aus dem einen Grund: weil uns eine Leidenschaft verbindet: das Lesen.

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch und alles erdenklich Gute für 2018!

Eure Magdalena

[Rezensionsexemplar] Rezension: “Herrscherin der tausend Sonnen” von Rhoda Belleza

Verlag: cbt Kinder- und Jugendbuchverlag

Seitenanzahl: 400 Seiten (Paperback)

ISBN: 978-3-570-16470-9

Band 2: Rebellin der tausend Sonnen (erscheint am 25.06.2018)

Meine Meinung:

Die Story

Anfangs war ich mir nicht sicher, ob mir das Buch gefallen wird, da ich eher Fantasy als Science Fiction lese. Gleich zu Beginn wurden so viele verschiedene Planeten, Namen, Verträge und Kriege zwischen den Planeten erwähnt, dass ich befürchtet habe, ich könne mir das niemals alles merken. Und doch habe ich relativ schnell in die Geschichte hineingefunden. Die wichtigste Triebkraft, welche die Protagonistin Rhiannon Ta’an, kurz: Rhee, zu dem treibt, was sie eben alles so macht, ist die Rache. Genauer gesagt die Rache gegen den Mörder ihrer Familie, die gleichzeitig die königliche Familie war. Rhee ist also die letzte Überlebende der Ta’an Dynastie, doch bis sie alt genug für den Thron ist, regiert Seotra, ein alter Freund und Berater von Rhees Vater, den sie jedoch für den Mörder ihrer Familie hält und deshalb verabscheut. Ihr Plan ist es, alles zu tun, um ihn zu töten.

Meine Befürchtungen, dass Buch könnte mir nicht gefallen, wurden aber zerstört. Ich fand es sehr spannend mit zu erleben, wie Rhee durch das halbe Universum (gefühlt) unterwegs ist, um endlich Rache zu nehmen und gleichzeitig zu einer Flüchtigen wird. Außerdem fand ich es sehr interessant, dass man gleichzeitig mit dem Piloten Alyosha alle möglichen Abenteuer erlebt, denn er wird ohne sein Zutun unweigerlich in Rhees Schicksal hineingezogen und doch laufen die Geschichten der beiden parallel und nicht direkt mit einander verbunden ab, was sich aber meinen eigenen Vermutungen nach im zweiten Band ändern wird. So weit ich weiß, ist dieses Buch nämlich Band 1 einer Trilogie.

Die Charaktere

Die Protagonisten sind Rhee und Aly, die auf den ersten Blick eigentlich nichts miteinander zu tun haben, sie ist Prinzessin und Thronfolgerin, er Pilot und Fernsehstar. Doch ihre Leben verstricken sich miteinander, ohne dass sie direkt etwas miteinander zu tun haben oder miteinanderarbeiten.

Rhee

Ich mag Rhee. Sie ist eine starke junge Frau, die jedoch teils doch sehr naiv sein kann. Sie ist von ihrem Trainer Veyron und ihrer Gouvernante Tai Simone erzogen worden und lebte alles in allem eine eher sorgenfreie Kinderheit. Wäre da nicht der Tod ihrer Familie gewesen. Ihre Eltern, sowie ihre ältere Schwester sind bei einem Attentat getötet worden. Sie sollte eigentlich auch auf dem Raumschiff sein, war es durch einen Zufall aber nicht und nur so konnte sie ihrer eigenen Tötung entkommen. Doch immer wieder wünscht sie sich, dass sie an der Seite ihrer Familie gewesen wäre, als das Unglück passiert ist. Ihre Gedanken sind bestimmt von der gewünschten Rache am Thronfolger Seotra, denn sie ist sich sicher, dass er ihre Familie ermorden ließ. Als sie sich zu ihm begeben soll, um ihre Krönung zu feiern, nimmt sie sich vor, dass sie ihn eigenhändig umbringen und so für den Mord ihrer Familie büßen lassen wird. Doch dann kommt alles anders als gepant.

Rhee erkennt schnell, dass die Rollen anders als erwartet verteilt sind und es wird immer schwieriger zu erkennen, wer auf ihrer Seite ist und wer ihren Tod will.

 

Alyosha

Aly ist Pilot (und Soldat) und gemeinsam mit seinem Freund und Kollegen Vincent ist er ein Fernsehstar, denn das Leben der beiden, als Soldaten, auf einem Raumschiff wird durchgehend von Kameras mitverfolgt. So wurden die beiden jungen Männer zu den Stars einer der beliebtesten Realityshows. Aly ist ursprünglich ein Flüchtling vom Planeten Wraeta, welcher mehr oder weniger zerstört wurde und nur der Ausbeute durch die reicheren Planeten diente. Deshalb ist Aly kein besonders angesehender Mann, was seine Herkunft betrifft, welche er stets zu verheimlichen versucht. Als es dann zu einem Attentat an Prinzessin Rhiannon kommt ist der Sündenbock schnell gefunden: der zu verabscheuende Wraetaner Alyosha soll für das Verbrechen verantwortlich sein. Dadurch wird Aly von einem Moment auf den anderen von Fernsehstar zum meist gesuchtesten Mann der Galaxie. Schon findet er sich selbst wieder einmal als Flüchtling wieder. Auch Aly fand ich sehr sympathisch und ich habe richtig mit ihm mitgefiebert, dass er nicht erwischt wird. Er hat wirklich ein besseres Leben verdient. Ich hoffe, in den Folgebänden noch mehr über ihn und seine Vergangenheit zu erfahren und bin gespannt, wie sich sein Leben in Zukunft entwickelt und ob ihm noch mehr schlimme Dinge zustoßen denn die Flucht ist wirklich alles andere als ein Spaziergang, bereits in Band 1.

Schreibstil

Ich kann es kaum glauben, dass dieses Buch Rhoda Bellezas Debüt ist. Ihr Schreibstil gefällt mir echt super gut, man kann das Buch sehr schnell und einfach lesen und doch wirkt kein einziger Satz banal. Weiters hat sie die Geschichte sehr fesselnd geschrieben, spätestens ab der Hälfte wollte ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen. Natürlich kann ich jetzt nur über die deutsche Übersetzung reden, denn das Buch wurde von Michaela Link aus dem Amerikanischen (Original) übersetzt, aber ich denke, dass der Stil auch in der englischen Originalverfassung mindestens genauso gut ist.

Mein Fazit

Ein tolles Science Fiction Buch, welches über eine junge Prinzessin und ihren angeblichen Mörder und deren von einander unabhängige Flucht erzählt. Es bahnt sich zwar ein Krieg an, aber es ist kein Buch in dem es um einen Krieg zwischen Planeten geht. Der Schreibstil und die Protagonisten konnten mch total überzeugen, deshalb kann ich das Debüt von Rhoda Belleza nur weiter empfehlen.

Ich vergebe für „Herrscherin der tausend Sonnen“ 5 von 5 möglichen Sternen!