#MagdasMondayTalk: Die Zeitreise – Ein Interview mit Stefanie Kullick

Infos:

Name: Stefanie Kullick

Alter: Fast 32

Bundesland: Niedersachsen (Braunschweiger Land)

Autorin seit 2011

Bibliografie:

Regenprinzessin (2011 Selfpublished)

Sturmbringerin (2014 Selfpublished)

Untergangsbotin (2016 Selfpublished)

Die Kinder Gaias – Verbotene Früchte (2017 Selfpublished)

Die Kinder Gaias – Verwunschene Wurzeln (2018 Selfpublished)

Die Kinder Gaias – Verzehrende Triebe (2019 Selfpublished)

The A-Files – Die Amazonen Akten – Kurzgeschichte „Nachtjagd“ (voraussichtlich Sommer 2019 Talawah Verlag)

Stefanie Kullick

Das Interview:

Magdalena:

Hier die erste Frage, welche meine Standard-Interviewfrage ist, die du ganz normal beantworten kannst.
Wenn du dich selbst mithilfe von ein bis zwei Farben in Kombination mit einem Duft (z.B. rot und Lebkuchen) beschreiben müsstest, was würdest du wählen und warum?

Stefanie:

Hi Magdalena!

Rot und Frühlingsduft
Ganz einfach, weil es meine jeweiligen Lieblinge sind. Rot gefärbt sind auch meine Haare, woran man mich schnell erkennt. Den Geruch von Frühling mag ich aus vielerlei Gründen. Während der letzten Tage haben wir in Niedersachsen schon eine Kostprobe bekommen. Das Wetter war schön klar und warm, alles grünt und blüht vor sich hin und irgendwie liegt etwas in der Luft.

Magdalena:
Das ist eine schöne Antwort!

Unser Interview steht ja unter dem Motto “Zeitreise”. Ich hätte jetzt ein paar fragen an dich, bei denen du dir bitte überlegen sollst, ob du vor z. B. 10 Jahren gleich wie jetzt oder doch anders geantwortet hättest und ob du glaubst, dass du in 10 Jahren vielleicht wieder anders darüber denken könntest. Wenn das der Fall sein sollte, wäre es toll, wenn du aus der Sicht der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft jeweils eine eigene Antwort geben könntest. Wenn du aber denkst, dass es immer dieselbe Antwort wäre, nenne nur eine Antwort und sag bitte dazu, dass du eben glaubst, dass das auch früher schon so war und länger so bleiben könnte. Hast du das Prinzip soweit verstanden oder war das verwirrend?

Stefanie:

Alles bestens! Ich freu mich drauf.

Magdalena:

Wie stellst du dir einen Buchhelden vor? Was zeichnet diese Person aus?

Stefanie:

Dazu hab ich schon lange eine recht klare Meinung. Also gilt sie für alle Zeiten.
Ein Buchheld, sollte ebenso wie sein Gegenspieler Tiefen, Abgründe und Überzeugungen haben. Kein reines Schwarz oder Weiß, sondern Grauschattierungen. So kann man sich viel besser in sie hineinversetzen und beginnt, mitzufiebern, zu leiden, zu lieben. Diese Gefühle können aber nur transportiert werden, wenn es kein plattes 0815 Modell eines Charakters ist. Ich gebe meinen Charakteren gern irgendeine Macke, Neurose oder auch mal ein kleines bis mittelschweres Trauma mit.
Im Laufe unseres Lebens bekommt unsere Seele auf ihrem Weg, Dellen, Kerben und manchmal sogar Risse und Schlimmeres. Um echtes Sich-Identifizieren mit einem Buchhelden zu erreichen, muss er genauso verkorkst sein, wie man selbst.

Magdalena:

Was hältst du davon, wenn es in Büchern einen Nebenbuhler gibt, ähnlich wie z. B. Edward und Jacob in Twilight?

Stefanie:

Ich HASSE Dreiecksgeschichten! Abgrundtief und auch schon immer. Mich nervt dabei jedoch am meisten die Heldin, die sich nicht entscheiden kann. Es darf andere Interessenten geben, wenn sie nicht zu aufdringlich sind und ein Nein auch als solches akzeptieren. Wenn die Heldin aber heute mit Typ A anbändeln will und morgen mit Typ B, dann würde ich ihr am liebsten die Entscheidung abnehmen und den, den ich nicht mag, von einer Klippe runterschubsen. Ich bin mir immer sehr schnell sicher, welchen Mann ich an der Seite der Heldin sehen will. Der andere darf bitte verschwinden.

Magdalena:

Gibt es einen Schauspieler, Sänger etc. für den du schwärmst?

Stefanie:

Vergangenheit: Schauspieler: Heath Ledger, Sänger: Alex Band von The Calling

Gegenwart: Sowohl Schauspieler als auch Sänger: Jamie Campbell Bower und Ed Sheeran

Hm, Zukunft ist schwierig… Da weiß ich ja noch nicht, was es zum Schwärmen Schönes geben wird. Durch alle Zeiten hinweg war und bin ich aber Fan von Chester Bennington. Geschwärmt habe ich für ihn allerdings in dem Sinne nie

Magdalena:

Was ist für dich der ideale Umfang eines Buches? Sollte dieser Umfang bei Einzelbänden und Teilen von Reihen unterschiedlich sein?

Stefanie:

Vergangenheit: Je dicker, desto besser! Highland-Saga, das Schwert der Wahrheit – ein Buch hat um die 1.000 Seiten? Kein Problem, gib mir 2 Tage, ich hab Zeit!

Gegenwart: Och naja, so Bücher mit 200 – 300 Seiten tun es auch. Die schaffe ich wenigstens ab und zu und ich kann mich schon bald auf die Fortsetzung freuen.

Zukunft: In der Mitte soll es liegen. 300 – 500 Seiten klingen gut. Einen Unterschied zwischen Reihe und Einzelband mache ich nicht. Hauptsache, am Ende führt alles zusammen und es gibt kaum oder besser keine losen Enden. Bei Reihen sind Cliffhanger akzeptabel, aber trotzdem nicht immer nett

Magdalena:

Stört es dich, wenn Bücher eine ähnliche Thematik behandeln und in einem ähnlichen Setting spielen aber von unterschiedlichen AutorInnen sind?

Stefanie:

Vergangenheit: Wer hat da bei wem abgeschrieben?

Gegenwart: Solange jede Geschichte für sich unterhaltsam ist, ist das doch egal. Man kann das Rad nicht jedes Mal neu erfinden und irgendwo auf der Welt hatte ein Autor vermutlich eine ähnliche Idee.

Zukunft ist wahrscheinlich ähnlich wie die Gegenwart. Was jedoch gar nicht geht, ist reines Kopieren, das mehr als offensichtlich ist.

Magdalena:

Findest du es besser, wenn der Schreibstil eines Buches sehr malerisch ist und auch Umgebungen umfassend beschrieben werden oder wenn die Geschichte beinahe durchgehend spannungsgeladen ist und ein Hinterhalt, Kampf oder Geheimnis das nächste jagt?

Stefanie:

Letzteres, auch schon immer. Ein Beispiel: Der Herr der Ringe hatte ich schon vor der Verfilmung gelesen. Allerdings hätte ich an manchen Stellen das Buch am liebsten genervt weggelegt. Manchmal kannte ich die Farbe eines jeden Kieselsteins dieses verdammten Tals, hab vor lauter Beschreibungen allerdings vergessen, wie Frodo und Sam dahin gekommen sind, was sie da eigentlich wollen und wohin wollten sie gleich wieder? Beschreibungen müssen sein und sind gut, aber sie sollten nur in dem Maße sein, dass sie das Kopfkino des Lesers in Gang bringen können. Bei Filmen sehe ich das mitunter etwas anders. Da darf es gern bildgewaltig sein. Natürlich immer noch mit ausreichend Handlung.

Magdalena:

Was war früher dein Traumberuf? Sagen wir einmal mit unter 10 Jahren und dann im Teenager-Alter…

Stefanie:

Kind: Blumenverkäuferin

Teenie: Helikopter-Pilotin beim Heer

Jetzt bzw. Zukunft: Vollzeit-Autorin

Magdalena:

Ich wollte früher auch Blumenverkäuferin werden!

Wenn du auf der Stelle auswandern könntest… In welches Land würdest du ziehen?

Stefanie:

Yeah!

Kann ich oder muss ich?

Magdalena:

Kannst.

Stefanie:

Wenn ich kann, bleibe ich, wo ich bin. Ich mag es hier. Sollte ich mal müssen, ein skandinavisches Land. Die Menschen und das Gefühl dort sind wahnsinnig toll. Hygge und so!

Magdalena:

Wo hast du dich mit 15 Jahren gesehen, wenn du gefragt wurdest, was du in 10 Jahren geschafft haben möchtest? Hast du diese Dinge ungesetzt? Oder haben sich deine Träume, Vorhaben etc. über die Zeit geändert?

Stefanie:

Hm, ich wollte mir ein schönes Zuhause schaffen, was von der Welt sehen und ein Buch veröffentlicht haben. Bis auf das “was von der Welt sehen” habe ich das auch schon gut hinbekommen. Heute möchte ich gern noch so viele mehr meiner Geschichten erzählen und in die Welt hinaus tragen. Also, Welt, ich werde kommen und das in beiderlei Hinsicht.

Magdalena:

Ich wünsche dir, dass das alles klappen wird.

Das wären dann auch schon wieder alle Fragen.
Vielen lieben Dank für deine Zeit und deine Antworten!

Stefanie:

Vielen Dank für das schöne Interview. Die Fragen waren sehr interessant und haben mir großen Spaß gemacht.

Magdalena:

Das freut mich.

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